Kurse für Frauen* an der Universität Hamburg

*** English Version see below ***

Women’s* Studies Generale
Wissenschaftliche Studienprojekte für Frauen* mit Flucht- und Migrationserfahrung
bietet in diesem Halbjahr ein Workshop und einen Kurs für Frauen* an, die sich für Frauen*themen interessieren und einen Austausch in deutscher Sprache suchen:

1. Workshop Vielfalt gemeinsam gestalten
Freitag 13. Oktober 2017 14:00 – 20:00
2. Kurs Einführung in die Frauen- und Geschlechterforschung – Lektürekurs
Mittwochs 12 – 15:30 / 18. Oktober 2017 – 31. Januar 2018
Ort: Zentrum GenderWissen, Seminarraum (Monetastraße 4, 20146 Hamburg)

Das Workshop am 13. Oktober beginnt mit einem Input von Nursemin Sönmez über berufliche Wege der Frauen* an den Hochschulen. In den Workshops danach können Sie mitbestimmen, wie das Projekt „Women’s* Studies Generale“ erweitert werden kann und sich mit anderen Interessierten vernetzen.
Das Workshop wird von DaMigra e.V./Mut-Projekt (www.damigra.de) und von den Mittel aus dem Frauenförderfonds der Universität Hamburg finanziert.
Mit einem Lektürekurs haben Sie die Möglichkeit einen Einblick in die spannenden Themen der Frauen- und Geschlechterforschung zu bekommen und dabei Ihre Deutschkenntnisse auf dem akademischen Niveau zu praktizieren.

Zu dem Workshop sind alle Interessierte eingeladen.
Die Kurse richten sich an Frauen* mit Flucht- und Migrationserfahrung, die Interesse am Studium in Hamburg haben, jedoch die Voraussetzung (noch) nicht erfüllen und warten müssen. Teilnehmen können auch studierende Frauen* an den Hamburger Hochschulen. Einschreibung an der Universität ist nicht erforderlich.
Gute Deutschkenntnisse (B1/B2, C1) sind vom Vorteil.
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Mehr Informationen finden Sie unter: www.zentrum-genderwissen.de

Anmeldung bitte bei n.tomchuk@gmx.de oder 040-42838-5966

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Women’s* Studies Generale
Scientific Projects for female Refugees and Women* with experience of (forced) migration invites to participate! You don’t have to be a student of the university.

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Putsch in der Türkei, Veranstaltung mit Kerem Schamberger am Sa., 21.1.

Die Lage in der Türkei und in Kurdistan ist aktuell sehr polarisiert und Informationen sind nur schwer zugänglich. Während in den Regionen Afrin, Kobane und Jasira im Norden Syriens zum Jahreswechsel ein verfassungsgebender Prozess beschlossen wurde, der den „demokratischen Konföderalismus“ – also die basisdemokratische, geschlechtergerechte, kulturell plurale und wirtschaftliche Selbstverwaltung der Gesellschaft – in den nächsten sechs Monaten zur Abstimmung stellt [1], geht das AKP-Regime unter Erdogan weiter mit faschistoider Brutalität gegen jegliche Kritiker*innen vor.

Die türkische Regierung hat nach den Wahlerfolgen der HDP bei den Parlamentswahlen 2015 und der Ausweitung der kurdischen Selbstverwaltung im Osten der Türkei und in Nordsyrien den Friedensprozess aufgekündigt und einen brutalen Bürgerkrieg angezettelt. Mit dem Putschversuch von Teilen des Militärs und seiner Niederschlagung durch AKP-treue Spezialeinheiten und Polizei am 15.7.16 begann eine neue Ära. Sämtliche Widersacher*innen der Regierungspartei in den Behörden, Ministerien, Universitäten und im Militär wurden seitdem ausgeschaltet. Mehr als 140.000 Entlassungen und Suspendierungen, mehrere zehntausend Inhaftierungen und eine komplette Umstrukturierung des Militärs sprechen für sich. Mittlerweile gibt es so gut wie keine kurdischen und pro-demokratischen Medien mehr, die Tageszeitung Özgür Gündem, sowie der Nachrichtenkanal imc TV wurden verboten. Selbst der kurdische Kinderkanal Zarok TV darf nicht mehr senden. Die einzigen, die starken Widerstand leisten, sind auf parlamentarischer Ebene die Demokratische Partei der Völker, HDP, und die kurdische Freiheitsbewegung. Doch wird das ausreichen?

Kerem Schamberger ist eine der wichtigsten deutschsprachigen Quellen tagesaktueller und analytischer Nachrichten über die dortigen Auseinandersetzungen. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlicht mittlerweile wöchentlich einen „Schamberger-Report“ mit einer Übersicht seiner Meldungen [2], weil er von facebook regelmäßig zensiert wird. Kerem ist u.a. Mitglied in der DKP und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA), weshalb er vom bayrischen Verfassungsschutz monatelang mit einem faktischen Berufsverbot an der Ludwig-Maximilian-Universität München als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Kommunikationswissenschaft belegt wurde. [3] Diese Blockade musste nach einer großen Solidaritätswelle und viel öffentlichen Druck mittlerweile aufgehoben werden. Auch über diesen Vorgang und die Rolle kritischer Wissenschaft in den aktuellen Auseinandersetzungen werden wir mit ihm im zweiten Teil der Veranstaltung sprechen.

Kerem Schamberger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der LMU München und u.a. Sprecher der DKP München.

Veranstalter*innen: Verband der Studierenden aus Kurdistan (YXK/JXK), AStA und teilautonomes Referat für Internationale Solidarität der Universität Hamburg

Am Sa., 21.1., 19 Uhr in der ehem. HWP

Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/352755638433149/

[1] http://www.nzz.ch/international/krieg-in-syrien-kurden-beschliessen-verfassung-fuer-ihr-gebiet-ld.137475
[2] https://www.rosalux.de/staatdemokratie/nachrichten/nachricht/news/42934/der-schamberger-report-iii-kopie-1.html
[3] http://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-berufsverbot-fuer-erdogan-kritiker-der-fall-kerem-schamberger-100.html