Beratungsangebot

In unserer Gesellschaft erfahren Frauen* noch immer massive und vielfältige Diskriminierungen und Unterdrückungen. Damit sie damit nicht alleine gelassen werden, möchten wir gerne ein Beratungsangebot ermöglichen.

Konzept der Verweisberatung
Dabei ist uns natürlich bewusst, dass wir in vielerlei Fragen keine konkreten Antworten haben und auch oft nicht die Qualifikation und Ressourcen besitzen, um ausführlich auf die zu uns kommenden Personen einzugehen. Deswegen ist ein Großteil der dem Beratungsangebot vorgelagerten Arbeit die Recherche von und Zusammenarbeit mit externen Beratungsstellen, an die Personen mit ihren spezifischen Problemen und Fragestellungen weiterverwiesen werden können.

Hier ist das aktuelle Beratungsangebot detaillierter beschrieben:
Sexualisierte Gewalt Noch immer ist das Erfahren von sexualisierter Gewalt Teil der Lebensrealität vieler Frauen*. Dabei ist die Art und Schwere der Grenzverletzung zunächst nicht relevant, sondern im Fokus sollen die Verletztheit der betroffenen Person und das Gewinnen neuer Handlungsmöglichleiten stehen. Da dieser Umgang sowohl gesellschaftlich als auch rechtlich nicht der Norm entspricht (hier werden Betroffene als die eigentlichen Täter*Innen markiert und mit (Selbst-)Vorwürfen überhäuft), ist die Notwendigkeit ein parteiliches und empathisches Beratungsangebot zu schaffen umso dringender. Da wir allerdings auch wissen, dass wir keinen umfassenden Überblick über Handlungsoptionen (bspw. Therapeut*Innen, Anwält*Innen, rechtliche Abläufe, etc.) geben können, sollen Menschen die zu uns kommen einen Überblick über die möglichen Anlaufstellen und deren Grundsätze, Methoden und Arbeitsschwerpunkte erhalten. So können wir möglichst niedrigschwellig Menschen, die sexualisierte Gewalterfahrungen gemacht haben langfristig eine Unterstützung geben und ihnen einen Weg zurück in den selbstbestimmten Alltag ermöglichen.

Schwangerschaft, Familie, Verhütung Auch heute noch werden Frauen* als diejenigen Personen markiert, die sich verantwortlich für die Schwangerschafts- und Krankheitsverhütung bei sexuellen Kontakten, sowie die Familienplanung fühlen sollen. Permanent unter dem Druck einer solchen Verantwortung und auch der finanziellen Belastung zu stehen kann überfordernd wirken. Menschen, die mit Problemen bezüglich Verhütung, Schwangerschaft(-skonflikt) und familiären Problemstellungen zu uns kommen wollen wir auf unterschiedliche Art und Weise helfen.
Zum einen besteht auch hier die Weiterleitung an externe Beratungsstellen, die sowohl spezialisierter geschulte Ansprechpersonen als auch mehr Ressourcen haben.

Trans* Die spezifische Diskriminierung von Trans*Personen ist ebenfalls Schwerpunkt des Beratungsangebotes Auch hier ist die Weiterleitung an externe Beratungsstellen grundlegender Teil unserer beratenden Tätigkeit.

Inter* Auch hier gelten ähnliche Bedingungen wie im vorhergehenden Punkt.

Vertrauliche, anonyme, parteiliche und solidarische Beratung: jeden Mittwoch von 10-14 Uhr im Freiraum im AStA-Trakt (Von-Melle-Park 5, Raum 0041).
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