01.11.: Mit Rassismus für Frauenrechte? Die Kölner Silvesternacht und ihre Folgen

Die Silvesternacht in Köln steht für einen Wendepunkt deutscher Flüchtlingspolitik.

In der politischen und medialen Auseinandersetzung dominierten unter dem Deckmantel der “Meinungsfreiheit” nur wenige Tage nach Silvester rassistische Klischees über den “sexistischen und gewalttätigen Araber”, die letztlich zur Rechtfertigung restriktiver Flüchtlings- und Sicherheitspolitik herangezogen wurden.
Sie gingen einher mit der Festigung des Selbstbildes westlicher Gesellschaften die durch das Prinzip der Geschlechtergleichheit geprägt seien. Jener vermeintliche Wertekanon gerate in jüngster Vergangenheit aber durch hohe Zahlen “krimineller Flüchtlinge” in Gefahr. Die Verknüpfung von Rassismus und Sexismus ist jedoch nichts Neues, sondern weist historische Kontinuitäten auf. Insofern steht die „Kölner Silvesterdebatte“ beispielhaft für die Instrumentalisierung von Frauenrechten für rassistische Bilder. Aus einer feministischen Perspektive ist es notwendig diese Instrumentalisierung vermeintlich feministischer Diskurse als solche zu benennen und anzugreifen. Der Vortrag wirft einen Blick in die mediale und politische Debatte „nach Silvester“ und stellt die Frage nach der Verknüpfung von Rassismus und Sexismus innerhalb der Debatte.

Sara Madjlessi-Roudi ist Mitarbeiterin der HS Düsseldorf und des Duisburger Instituts für Sozialforschung (DISS).

Der Vortrag von Sara Madjlessi-Roudi findet am 01.11.2016 um 18.00 Uhr im Alle Frauen* Raum statt.
Allendeplatz 1 (Pferdestall), Raum 111, 1. Stock rechts.

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